Die Geschichte des Wilden Männle - der Tanz und das Restaurant

Ein Gastronomiekonzept mit Tradition

Der Berg, der Tanz, die Gaststätte mit Tradition!

Seit über 80 Jahren verbindet das Restaurant „zum Wilde Männle“ in Deutschlands südlichster Marktgemeinde, auf beliebte und erfolgreiche Art die Allgäuer Tradition mit moderner Gastronomie. Traditionsbewusstsein spiegelt sich in der Handschrift der verschiedenen Betreiber wieder, die das Haus erfolgreich durch die acht Jahrzehnte führten. Den Anfang machte die Familie Florian Rösch im August 1939. Ihnen folgten die Familien Ludwig Bufler sowie Familie Fülle. Letztere waren 45 Jahre im Wilde Männle tätig, zunächst angestellt und dann 28 Jahre als selbständige Wirtsleut. Im April 2009 wurde das Haus dann Familie Sentürk anvertraut.

Die Gegenwart begann dann am Ostersonntag 2019, als die Familie um Mehmet Sentürk den Betrieb der Gaststätte übernahm. Eines der ganz großen Anliegen sowie der besondere Ehrgeiz der neuen Betreiber ist es, dass die Tradition des Hauses hochgehalten wird und wiederum – wie schon immer in den letzten 80 Jahren – mit den Anforderungen moderne Gastronomie in Einklang gebracht wird. Familie Sentürk ist dies sicherlich zuzutrauen! 

Die enge Verbindung zwischen dem Allgäuer Brauhaus und der Marktgemeinde Oberstdorf reicht sogar mehr als 90 Jahre zurück. 1926 übernahm Kommerzienrat und Brauhausvorstand Hans Schnitzer von seinem Kollegen Carl Richter die Brauerei zur Sonne. Den dazugehörigen Sonnenkeller an der Oststraße hatte 1909 Gastwirt Franz Xaver Berkmann gekauft. Bis Ende 1934 betrieben Adolf und Anna Zöpf (geborene Berkmann) das Gasthaus und übergeben es dann ebenfalls an das Allgäuer Brauhaus. Oberstdorf galt damals schon als „berühmter Hochgebirgskurort und Wintersportplatz von Ruf“ mit einer vorzüglichen Verkehrsanbindung, sprich Bahnhof in der Ortsmitte. Als das Allgäuer Brauhaus 1936 eine Weizenbierstube im Sonnenkeller eröffnen wollte, schlugen die Marktgemeinderäte vor, den „gegenwärtigen baulichen, dem Kurort Oberstdorf unwürdigen Zustand, in absehbarer Zeit zu beseitigen.“

Kommerzienrat Schnitzer beauftragte einen der bekanntesten Allgäuer Architekten, nämlich den Dipl.-Ing. Otto Heydecker, mit der Planung für ein repräsentatives Gasthaus. Der Plan war, auf den Fundamenten und Gewölben des alten Sonnenkellers eine technisch moderne Gaststätte mit urwüchsiger Allgäuer Bauernkunst zu schaffen, in der Umsicht, Liebe und persönliche Note zu Hause sind. Kurz vor Weihnachten 1937 eröffnete das Haus. Schriftleiter Dr. Karl Lindner bezeichnete den Neubau als Meilenstein auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs und lobte das groß angelegte Arbeitsbeschaffungsprogramm des Allgäuer Brauhauses für heimische Handwerker.

Zur künstlerischen Wertarbeit zählen bis heute die Freskenmalereien des Goßholzer Künstlers Paul Keck an den Stirnseiten und im Haus. Mit den Glasmalereien wurde der Dachauer Syrius Eberle beauftragt, der in Kempten mehrere imposante Denkmäler schuf. „Eine Gaststätte, auf die Oberstdorf stolz sein kann und die sicher ein großer Anziehungspunkt für die Fremden werden wird“, schrieb damals die Zeitung. Was 1937 galt , kommt auch heute noch bei allen gut an: die wohnliche Bauernstube, das schmuckvolle Nebenzimmer, der große formenreich ausgestattete Saal, die hell und farbenfroh gestaltete Weizenbierstube und eine vorbildliche Küche

Das Allgäuer Brauhaus entwickelte das Wilde Männle zeitgemäß weiter. Der Küchentrakt mit Personalräumen wurde neu gebaut und der Saal sowie die beiden Stuben strahlen in neuem Glanz. Der Wintergarten mit seinem einzigartigen Metall-Glas-Dach wurde zum Schmuckstück und von dort können die Gäste den Blick in die herrlich wilde Allgäuer Gebirgslandschaft genießen. Wiederbelebt wurde auch die Schenke im Eingangsbereich, wo die durstigen Seelen dem Schankkellner beim Zapfen zusehen und sich ihr frisches Allgäuer Brauhaus-Bier über den Tresen reichen lassen können.

Der Wilde Männle-Tanz

Tradition seit 1.400 Jahren!

Das Wilde Männle war ein kühner Felszacken am Nordrand des Wieslekars, zwischen dem Wilden Mann und der Rotgundspitze. Das Wilde Männle (2.399m) lag etwa eine Wegstunde von der Rappenseehütte entfernt. Das rund 30 Meter hohe turmförmige Gebilde war für gute Alpinisten eine sehr schwierige und reizvolle Klettereinlage und wurde 1902 erstmals von Willi Heimhuber bestiegen. Seinen Namen erhielt es von den „Wilden Mändle“ aus der Oberstdorfer Sagenwelt. Scheinbar erinnerte der Felszacken die Bewohner wegen seiner Form an die Gestalten. Am 8. Mai 1962 tobte ein schweres Gewitter über den Bergen und ließ das Wilde Männle einstürzen. Heute erinnert nur noch ein kleiner Schutthaufen an das frühere Wahrzeichen in den Allgäuer Alpen.

Alle fünf Jahre – so will es ein Gelübde – führen die Oberstdorfer den Wilde-Mändle-Tanz auf. Früher waren die Wilden Mändle über das ganze Alpengebiet verteilt, blieben aber nur in Oberstdorf in ihrer Urform erhalten. Es ist damit eines der letzten Kultgüter aus heidnischer Zeit. Im Allgäu verband man vor mehreren hundert Jahren den Begriff Oberstdorf noch mit den Schrecken des Urwaldes, der Wildnis und der unerforschten Bergwelt.

Das erste schriftliche Zeugnis des Wilde-Mändle-Tanzes stammt aus dem Jahr 615, bei der die wilden Männer zu einem Umtrunk vereint waren, aus hölzernen Bechern Bier tranken und dazu sangen. Ein Bild aus dem Jahr 1393 liegt heute in der Pariser Nationalbibliothek. Viele Urkunden beweisen die Aufführungen des Wilde-Mändle-Tanzes an verschiedenen europäischen Königshäusern.

Der Gebirgstrachten- und Heimatschutzverein Oberstdorf kümmert sich seit 1901 um das Ritual, das alle fünf Jahre aufgeführt wird. Das gesamte Tanzspiel besteht aus 17 Figuren und Gruppierungen. Die Gewänder der Wilden Mändle sind aus Tannenbart genäht. Tannenbart ist eine Moosflechte, die nur an Tannen oder Fichten in höheren Gebirgslagen vorkommt. Bedeckt ist der ganze Mann bis auf die Augen. Auf dem Kopf trägt er einen Kranz aus Stechpalmenblättern und um die Hüfte wird ein Gürtel aus geflochtenen, jungen Tannenzweigen gebunden.

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Feiern Sie mit uns!

Unsere Veranstaltungen im Jahr 2019 im Wilde Männle, im Bistro Relax und in der Weinstube Luitpold 11.

Unser Veranstaltungshighlight - der Viehscheid in Oberstdorf am 13. September 2019

04. Oktober 2019 -  Oktoberfest mit Wildbock im Wilde Männle - die Allgäuer Partyband - Tanz, Stimmung, Show und bockwild! Heizen dem Publikum so richtig ein.

05. Oktober 2019 -  Oktoberfest mit den Schneehühnern im Bistro Relax - wenn man so lange auf der Bühne steht wie Frank und Elmar, dann ist das mehr als Spaß an der Musik! Nach verschiedenen TV-Auftritten, u.a. beim Grand Prix im ZDF erhielten sie den "Top-Of-The-Mountains-Award" für die beste Bühnenperformance.

31. Dezember 2019 - Italienischer Abend zur Silvesterparty im Bistro Relax (Voranmeldung erforderlich)

Öffnungszeiten

Täglich:
10.00 - 24.00 Uhr
Sonn- & Feiertage:
10.00 - 24.00 Uhr
Warme Küche:
11.00 - 21.30 Uhr

Restaurant
zum Wilde Männle

Mehmet & Erkan Sentürk | Geschäftsinhaber
Oststraße 15  | D-87561 Oberstdorf
Telefon: +49 8322 4829
E-Mail: info@wilde-maennle.de